Schwertzeit
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Der Rundschild

Rundschild mit rundem Schildbuckel

Das Schild ist 65 cm im Durchmesser. Der Rand ist mit Rohhaut geschützt. Das Schild ist mit Leinen überzogen und die Schildfessel ist aus Holz.

Ich habe für den Bau 2 Wochen gebraucht. Ein neues Schild ist in Arbeit.

 

Das Schild hatte beim germanischen Krieger einen hohen Stellenwert. Der Verlust des Schildes im Krieg war schändlich. Der germanische Ango und auch der römische Pilum wurden als Schildwallbrecher eingesetzt. Durch das relativ weiche Eisen verbogen sich die langen Speere. Der Gegner konnte den Ango wegen seiner Widerhaken nicht aus dem Schild ziehen.  So unbrauchbar geworden, war die Deckung dahin. Im Nahkampf trat man auch sehr gerne auf die in Schild steckende Angen oder Speere, um dem Gegner das Schild zu entreissen.

 

Etwas schildern kommt von"auf dem Schild zu Ausdruck bringen".

Im allgemeinen waren die Kampfschilde eckig, oder rund und aus Holzbretter oder Weidengeflecht.

Der Rand war nicht selten in Metall gefasst und die Schildbuckel hin und wieder reich verziert. Die Schilde waren immer bund gestaltet und hatten einen Wiedererkennungswert.

Beim Barditus, (römische Bezeichnung des Kampfgesangs), hielten die Krieger das Schild vor den Mund und brüllten hinein. Der dadurch reflektierte Schall wurde so verstärkt und klang in den Ohren des Gegners noch furchterregender.

Schwarze Schilde und schwarz bemalte Körper waren die Markenzeichen der Harii, eines westgermanischen Stammes. Sie kämpften vorzugsweise Nachts. 

Sie werden oft im Zusammenhang mit der "wilden Jagd" genannt, einer Wotan/Odin geweihten Kriegergemeinschaft.  

Randgestaltung mit Rohhaut

Runeninschriften auf Schilden

 

 

folgt

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